|  | |  |  | Transferwissenschaftliche Prinzipien der Schaffung von Metawissen nach Antos (2001) sind:
- Prinzip der Etikettierung: Um Wissen zugänglich zu machen, muss es nach bestimmten Klassifikationskriterien segmentiert, klassifiziert und in einem Wissenshaushalt vernetzt werden!
- Prinzip der Wissensevaluation: Wissenskomplexe müssen nach bestimmten Kriterien der Wissensrelevanz für mögliche Transferzwecke evaluiert werden!
- Ausgangspunkt jedes Wissenstransfers ist die semiotische Konstitution eines bestimmten Wissens. Diese Konstitutionsform ist die Matrix, an der sich Repräsentationsformen des transferierten Wissen messen lassen müssen. Daher ist die Wissenskonstitution von den Repräsentationsformen des Transfers zu unterscheiden!
- Wissen ist seinem Wesen nach „kommunizierbares Wissen“. Aufgabe des Wissenstransfers ist es, die beste(n) Kommunikationsform(en) und damit auch die medienspezifisch beste Darstellung zu ermitteln!
- Je nach Ziel und Adressaten ist beim Wissenstransfer zu ermitteln, was und wie viel an implizitem (Hintergrund-)Wissen darzustellen ist!
- Prinzip der Wissensselektion: Wissen ist immer nur perspektivisch repräsentier- und transferierbar!
- Formen der Wissensselektion und damit der Komplexitätsreduktion sollten in angemessener Weise transparent/explizit gemacht werden!
- Prinzip der Wahrheitsäquivalenz: Die Qualität eines Wissenstransfers bemisst sich an dem Grad der Wahrung von Wahrheits- bzw. Korrektheitskonstanz des Ausgangswissens!
- Maxime der Wissensrevision: Wissenstransfer soll die Bereitschaft zur Wissensrevision fördern, in jedem Fall jedoch nicht einschränken!
- Adressatenspezifik: Jeder Wissenstransfer ist Wissenstransformation! Er muss daher an den Wissensvoraussetzungen und Deutungsmustern der Adressaten ansetzen, deren kognitive Grenzen, also Wissensverarbeitungsmöglichkeiten berücksichtigen und dabei entsprechende Werte, Interessen und Motivationen der Adressaten systematisch in Rechnung stellen!
- Prinzip der Eingängigkeit: Ziel des Wissenstransfers ist die Erhöhung der Chance auf Rezeption, auf nachhaltige Erinnerung (Kriterium: Reproduzierbarkeit) und – wenn möglich – auf tiefe Verarbeitung (Kriterien: Fähigkeit zur Inferenzziehung und zur Anwendung)!
- In der Transferwissenschaft herrscht Methodenkonkurrenz: Im Hinblick auf die Lösung spezifischer Transferprobleme gilt der Wettstreit der Methoden!
Transferqualität
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